So ganz ohne das große Zittern ging es nicht. Denn zehn Minuten vor dem Ende hatten die Greifswalder Handballerinnen einen fünf Tore Rückstand egalisiert, das Spiel war wieder komplett offen. Und diesmal platzte der Knoten der Heimmannschaft. Die HSG – Sieben um Trainergespann Saß/Dachner trat ruhig auf, trotz des Drucks wenig nervös. Disziplinierte und kampfbetonte Spielweise und die am Ende notwendige Treffsicherheit beim Torabschluss bescherte den Boddenstädterinnen das Happy-End mit 31:29.
Diesmal verschliefen die HSG-Damen den Start nicht restlos. Nach der anfänglichen 3:1-Führung der Gastgeberinnen drehten die Rostocker Gäste die Partie zum 6:7 „Das lag in der ersten Phase des Spiels am Rückzugsverhalten meiner Spielerinnen“, erklärte Coach Saß, der darin die Ursache sah, dass die Gegnerinnen über das einfache Konterspiel Torerfolge erzielen konnten. Trotzdem waren die Greifswalderinnen im Spiel drin. Tatsächlich schafften sie in der stärksten Phase der 1. Halbzeit, mit vier Treffern in Folge wieder einen Vorsprung von 10:7 herauszuspielen. Dann war die Luft bis zum Ende der 1. Halbzeit bei den Damen raus. Unkonzentriertheiten und technische Fehler auf Seiten der Heimmannschaft wurden durch die Mannschaft des SV Eintracht Rostock konsequent bestraft, so dass die Gastgeberinnen zur Pause mit 14:15 hinten lagen.
Ein beinahe ungewohnt knapper Rückstand, der jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit schnell auf 17:22 durch die Gegnerinnen vergrößert wurde. In dieser Phase des Spiels glaubte wohl niemand in der Halle an einen Sieg der SG-Damen. Jedoch zündete die Mission Schadensbegrenzung gut. Dank der stabilen Abwehr und einer starken Torfrau konnten Torerfolge der Rostockerinnen unterbunden werden. Die Greifswalderinnen konnten sich Tor um Tor heranspielen, so dass es über die Stationen 20:22, 21:23, 22:24 beim Stand von 24:25 wieder eng war. Der Kampfgeist der HSG – Sieben war geweckt. Zum Ende lieferten sich die Mannschaften einen Schlagabtausch. Keine Mannschaft war gewillt, die Punkte abzugeben. Bei einem Spielstand von 30:29 zugunsten der Greifswalderinnen stellten die Gegnerinnen 20 Sekunden vor Ende des Spiels auf eine offensive Manndeckung um. Das irritierte die Mannschaft um Trainergespann Saß / Dachner nicht und konnte 10 Sekunden vor Abpfiff den 31:29 Endstand erzielen. Ein zugunsten der Rostockerinnen gegebener Strafwurf landete über dem Tor. Der Jubel der Handball SG Damen über die erkämpften 2 Punkte war riesig.
Für die Handball SG Greifswald spielten: Weber, Deutschmann (Tor), Kasch (2), Biedenweg (7/3), Saß (4), Gallert (5), Wiese (2), Pedersen (4/1), Wolfram (2), Hundt (2), Schmidt (2)