Nach zwei Siegen zum Auftakt der Bezirksliga-Saison der 2. Mannschaft der Handball SG Greifswald gegen den HV Altentreptow (29:22) und den PSV Stralsund (31:24) hatte man sich für das Derby gegen die 3. vom HSV Grimmen viel vorgenommen. Doch es kam alles anders.
Von Beginn an lief bei der SG-Sieben im Angriff und in der Deckung nicht viel zusammen. Ausdruck dafür war der 1:7 Rückstand in der 12. Minute. Kein Tempo, keine Konzentration beim Abschluss und das leichtfertige Auslassen bester Chancen waren das Spiegelbild in der ersten Halbzeit. In der Deckung fand man keine Einstellung gegen die Achse der beiden ehemaligen Greifswalder Sitterlee und Lemke. Die Grimmener erzielten so immer wieder einfache Tore vom Kreis und aus dem Rückraum. Eine Auszeit vom Trainer brachte keine Besserung. Schnell waren die mahnenden Worte wieder vergessen. So wurden beim 6:14 die Seiten gewechselt.
Die lautstarke Kabinenansprache fand bei seinen Spielern allerdings wenig Gehör. Auch zu Beginn der 2. Hälfte leisteten sich die Greifswalder Handballer zu viele Fehler im Spielaufbau. Der HSV Grimmen sagte Danke und war beim 8:18 (43.) mit 10 Toren enteilt. In dieser Phase machte sich der Ausfall von Routinier Saß schmerzlich bemerkbar.
Eine Umstellung in der Abwehr mit Manndeckung gegen Torsten Sitterlee brachte endlich den gewünschten Erfolg. Zwar konnte man nur noch Ergebniskosmetik betreiben, doch die kämpferische Einstellung sowie das Debüt des Franzosen Pierick Mouginot lassen den Trainer optimistisch in die Zukunft schauen. Mit seiner Hereinnahme stabilisierte sich die Deckung und auch im Angriff wusste er mit 3 Toren zu überzeugen.
Am Ende war bei allen die Enttäuschung nach er 20:26 Heimniederlage aus den Gesichtern abzulesen.Handball SG spielte mit: Below, Ehmke, Reich (7), R. Finkenstein, Dachner (3), M. Richter, Esefeld (3), T. Richter, Mouginot (3), Rokicki (3), Wollmann (1), Schröder